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Ein Minidumper ist eine motorisierte Schubkarre, die bis zu vier Tonnen transportieren. Angetrieben werden entweder Ketten oder Räder.

Wie eine Schubkarre dient der Dumper zum Transportieren von unterschiedlichen Materialien. Gerade das Aufladen und Abladen sollte sich möglichst einfach gestalten. Die Kippfunktion wird zumeist hydraulisch gesteuert.

Wacker Neuson DT05

Wacker Neuson DT05

Was ist ein Minidumper?

Wie bereits erwähnt, werden unter der Bezeichnung Minidumper auch Motorschubkarren verkauft. Zumeist handelt es sich allerdings um Raupendumper, Kettendumper oder Raddumper. Gerade in den größeren Ausführungen sind die Mini-Exemplare als Muldenkipper bekannt. Da der Transport häufig via Raupen/Ketten gemeistert wird, werden die Fahrzeuge auch als Raupentransporter bezeichnet. Selten verwenden Fachfirmen den Namen Vorderkipper, obwohl dieser Begriff passend erscheint.

Im Vergleich zu normalen Schubkarren, sind die Dumper für fast alle Untergründe geeignet, ob stabil, unbefestigt oder unwegsam. Angetrieben werden die meisten Modelle über einen Dieselmotor. Teilweise existieren Ausführungen mit einem Benzinmotor oder einem hydrostatischen Antrieb (Siehe Strömungsgetriebe).

Als Mini-Dumper bezeichne ich Modelle mit einer Nutzlast bis zu vier Tonnen. Darüber hinaus werden professionelle Dumper eingesetzt, wie man diese von Großbaustellen kennt. Bei vielen Modellen lassen sich die Mulden wechseln, wodurch sich das Einsatzgebiet verändert:

  • Rungengestell – für den Holztransport
  • Tiefmulden – für Erde
  • Flachmulden – um Steine zu transportiern
Beladene Mulde

Die Mulde ist im hinteren Bereich gerade und damit gut zu beladen

Einsatzzwecke eines Minidumper?

Folgend kann ich nur einige Einsatzzwecke dieser Baumaschine beschreiben. Da es sich bei einem Minidumper um eine Schubkarre handelt, werden zumeist Lasten von A nach B transportiert. Typisch ist das Aufladen, Transportieren und spätere Abladen von Schüttgütern (Sand, Kies, Salz). Allerdings transportier der Dumper auch Erde (Kpmpost), Holz oder Steine.

Mittels kippbarer oder schwenkbarer Transportmulde können die Lasten einfach abgeladen werden.

Typische Einsatzgebiete

  • Baustellen
  • Felder
  • Garten
  • Wald

Wie funktioniert ein Minidumper?

Typischerweise verfügt ein Minidumper über eine Kippmulde die für den Transport von Schuttgütern bestens geeignet ist. Sie kann nach vorne, seltener zur Seite oder nach hinten gekippt werden. Die Montage von zusätzlichen Geräten ist möglich und erweitern das Einsatzgebiet:

  • Trittbrett oder Sitz für den Fahrter
  • Hebearm
  • Greifer
  • Frontschaufel
  • Schneeschild

Angetrieben wird das Fahrzeug über einen Motor (Benzin-, Diesel- oder Elektromotor). Minidumper verfügen über einen Ketten bzw. Raupenantrieb. Raddumper, wie der Name schon sagt, über einen Radantrieb. Hier werden alle Räder angetrieben (Allradantrieb), damit unwegsames Gelände pasiert werden kann. Werden häufig als Muck Truck, also etwa „Schmutz Laster“, vertrieben.

Egal ob Muck Truck oder Raupendumper, die Maschine soll es Ihnen so einfach wie möglich machen, Baumaterialien von A nach B zu transportieren.

Die größten Unterschiede weisen einzelne Modelle in Ihrer Größe auf (Dumper sowie Mulde), der Art des Antriebs (Bereifung), Steuerung sowie Leistung und Art des Motors, sowie in der jeweiligen Nutzlast. Einzelne Hersteller unterscheiden häufig die Nutzlast, sowie die Motorleistung. Diese ist beispielsweise für die Bewältigung von Steigungen wichtig.

Ein typischer Minidumper

besitzt einen Raupenantrieb und eine hydraulische Kippmulde.

Die Abmessungen liegen bei etwa 1500mm in der Länge, circa 700mm in der Breite und 1300mm in der Höhe. Die Mulde ist dabei etwa 1 Meter lang.

Typischerweise ist die Mulde für Schütt- und Stückgut geeignet. Die Kippmule wird über ein Bedienerpult bedient. Als Motor wird üblicherweise ein Dieselaggregat verwendet. Gerne von Yamaha, Honda und Yanmar. Gestartet wird dieser häufig über einen Elektrostarter. Im Betrieb ist die Nutzlast von entscheidenter Bedeutung. Die Zuladung liegt typischerweise bei um die 500kg, obwohl nach oben nahezu keine Grenzen gesetzt sind. Die Steigfähigkeit liegt bei etwa 20° also etwa 36 Prozent. Das bedeutet, die Schräglage zur Fahrtrichtung sollte die angegeben 20° nicht überschreiten. Die Höchstneigung quer zur Fahrrichtung beträgt meist deutlich weniger.

POV MD500h

So sieht es aus, wenn ihr den MD500h fahrt

Der Dumper darf keine Personen oder Tiere befördern und nicht als Zugmaschine eingesetzt werden. Aufrgund seiner geringen Geschwindigkeit ist dies sowieso nicht lohnenswert.

Motor 

Der Motor besitzt einen Drehzahlregler, der die maximale Geschwindigkeit reguliert. Diese liegt zwischen 3.000 und 4.000 Umdrehungen. Die Motorleistung liegt häufig zwischen 4,5 und 7 kW, also etwa 6 bis 10PS.

Dumper im Betrieb – Antrieb

Sie werden Ihren Dumper häufig vorwärts bewegen. Dabei erreichen Sie etwa eine Schritt-Geschwindigkeit – also etwa 6 km/h. Dumper mit Radantrieb sind häufig schneller. Bereits die kleinsten Modelle von Wacker Neuson erreichen 16km/h. Rückwärts ist eine kleinere Übersetzung vorhanden, wodruch die Geschwindigkeit deutlich reduziert ist. Der Rückwärtsgang ist somit eher als Rangierhilfe anzusehen.

Einige Hersteller schreiben bei Ihrer Baumaschine, dass diese nicht „für Arbeiten, die am Rand von Böschungen oder Abgründen verrichtet werden“ genutzt werden sollte. Die Wahrscheinlichkeit des Kippens ist hierbei erhöht. Allerdings gilt dies für alle Arten von Maschinen. Auch die abschließende Reinigung – nach der Arbeit, sollte normal sein.

Die Gummikette des MD500h

Die Gummiketten des MD500h

Ein Raupendumper wird entweder über unabhängie Lenkbremsen oder mittels hydrostatischem Antrieb gelenkt. Dabei wird die Hydraulikpumpe vom Motor angetrieben. Prakitsch ist, dass es zu keinem Kupplungsverschleiß kommen kann und der Motor automatisch den Pumpendruck anpasst. Die Arbeitsgeschwindigkeit kann zudem stufenlos angepasst werden.

Die Bodenfreiheit liegt bei etwa 55mm.

Der Antrieb ist hydrostatisch* und die Lenkung Vollhydraulisch (Steuerventil). Die Arbeitsgeschwindigkeit ist dabei stufenlos. Es besteht eine Bodenfreiheit bei etwa 55 mm.

Statik / Mechanik

Vorsicht ist bei „klebrigen“ Lasten geboten. Denn beim Auskippen von nasser Erde, ändert sich der Schwerpunkt der Dumpers. Je nach Untergrund kann dies zu einer Verschiebung der Maschine führen. Setzten sich etwa 300kg Eigengewicht einmal in Bewegung sind diese schwer zu bändigen.

Die Steigfähigkeit liegt bei ca. 36% (20°). Die Mulde ist zumeist nur etwas kleiner als das Fahrtgestell. Also circa 1 Meter x 0,6 Meter. Der Kippbehälter hat in etwa die Maße von 900 mm x 680 mm x 450 mm (L-B-T). Das Volumen der Mulde liegt – je nach Ausfürhung – bei etwa 125 bis 300 Litern.

Gibt es unterschiedliche Ausführungen von Minidumpern?

Die folgende Tabelle soll zukünftig noch weiter ergänzt werden, da unterschiedliche Kippen und Zusatzgeräte aufgenommen werden müssen.

Ausführungen Eigenschaften, Notizen
Allrad / Zweirad Steigfähigkeit sehr hoch, für ungüstiges Gelände geeignet

 

Mit Raupe transportiert schwere Lasten über unwegsames Terrain

 

Mit Benzinmotor vergleichsweise preiswert
Mit Dieselmotor Verbrauch niedrig, geringe laufende Kosten
Mit Holmen wartungsarm

Minidumper Hesteller

Folgende Hersteller (Marken) besitzen aktuell keine eigene Unterseite und sollen daher hier getrennt aufgelistet werden:

Weitere Hersteller, wie beispielsweise die Hydrema Baumaschinen GmbH stellen lediglich große Muldenkipper her.

3 Achs Muldenkipper

Im Vergleich zu einem 3-Achs Muldenkipper wirkt ein Mini-Dumper wirklich mini | Fotolia Ewald Fröch

Vor- & Nachteile von Minidumpern?

Vorteile

  • + Transport von großen Lasten
  • + Transport ist weniger anstregend
  • + Abmessungen entsprechen der einer Schubkarre
  • + unterschiedliche Einsatzmöglichkeiten (Zusatzgeräte)
  • + unwegsames Gelände befahrbar
  • + geeignet für weichen Untergrund
  • + können gemietet werden
  • + in viele Ausführungen erhältlich

Nachteile

  • – laute Arbeitsgeräusche durch den Motor (bei Benzinern und Dieselmotoren)
  • – bei vielen Modellen: hoher Schwerpunkt = Kippgefahr
  • – relativ hoher Preis

Was kostet ein Minidumper?

Nahezu alle Hersteller besitzen Geräte im Preisbereich von etwa 1.500€. PowerPac bietet mit dem ED120 ein Modell an, welches deutlich unter 1.000€ kostet. Gebrauchte Dumper können Sie ab circa 500 Euro kaufen. Häufig lassen sich Baumaschinen mieten, wodurch Sie den Einsatzzweck testen können.

Der günstigste Minidumper auf Amazon – aktuell (13.11.2016) der Belle BMD300 – kostet etwa 700 Euro.

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Andere Modelle, wie der Lumag VH500 PRO D kosten allerdings schon fast 6000 Euro.

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Der kleinere Lumag MD500H kostet etwa 2.400 € und für den Lumag MD350 sollten über 1.600 € eingeplant werden.

Informationen zum Kauf eines Gefährts, finden Sie auf unserer Unterseite. Ab und an finden sich Gebrauchte im Angebot.

Was gilt es beim Kauf zu beachten?

Beantworten Sie sich vor dem Kauf folgende Fragen:

  • Welche Lasten sollen transportiert werden?
  • In welchem Umfang werden diese Lasten transportiert?
  • Mit welchem Gewicht ist zu rechnen?
  • Besitz Ihr Grundstück ein Gefälle?
  • Welche Untergründe finden Sie typischerweise vor?
  • Möchten Sie den Minidumper im Winter einsetzen?
  • Wo wird das Gerät geparkt?
  • Welche Abmessungen sind hierfür notwendig?
  • Gibt es einen Händler oder Vermieter in der Nähe?

Fazit

Mit einem Minidumper können Sie sich Arbeit, Zeit und Kraft ersparen. Daher sollte das Gerät auf keiner Baustelle fehlen. Ob sich der Kauf für Privatpersonen eignet, sollten Sie vorranging von ihrer Grundstücksgröße abhängig machen. In diesem Fall sollten Sie zunächst zum Mietgerät greifen.

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