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Ein Minidumper ist eine motorisierte Schubkarre, die bis zu vier Tonnen transportieren. Angetrieben werden entweder Ketten oder RĂ€der.

Wie eine Schubkarre dient der Dumper zum Transportieren von unterschiedlichen Materialien. Gerade das Aufladen und Abladen sollte sich möglichst einfach gestalten. Die Kippfunktion wird zumeist hydraulisch gesteuert.

Was ist ein Minidumper?

Wie bereits erwĂ€hnt, werden unter der Bezeichnung Minidumper auch Motorschubkarren verkauft. Zumeist handelt es sich allerdings um Raupendumper, Kettendumper oder Raddumper. Gerade in den grĂ¶ĂŸeren AusfĂŒhrungen sind die Mini-Exemplare als Muldenkipper bekannt. Da der Transport hĂ€ufig via Raupen/Ketten gemeistert wird, werden die Fahrzeuge auch als Raupentransporter bezeichnet. Selten verwenden Fachfirmen den Namen Vorderkipper, obwohl dieser Begriff passend erscheint.

Im Vergleich zu normalen Schubkarren, sind die Dumper fĂŒr fast alle UntergrĂŒnde geeignet, ob stabil, unbefestigt oder unwegsam. Angetrieben werden die meisten Modelle ĂŒber einen Dieselmotor. Teilweise existieren AusfĂŒhrungen mit einem Benzinmotor oder einem hydrostatischen Antrieb (Siehe Strömungsgetriebe). Als Mini-Dumper bezeichne ich Modelle mit einer Nutzlast bis zu vier Tonnen. DarĂŒber hinaus werden professionelle Dumper eingesetzt, wie man diese von Großbaustellen kennt. Bei vielen Modellen lassen sich die Mulden wechseln, wodurch sich das Einsatzgebiet verĂ€ndert:

  • Rungengestell – fĂŒr den Holztransport
  • Tiefmulden – fĂŒr Erde
  • Flachmulden – um Steine zu transportiern
Beladene Mulde

Die Mulde ist im hinteren Bereich gerade und damit gut zu beladen

Einsatzzwecke eines Minidumper?

Folgend kann ich nur einige Einsatzzwecke dieser Baumaschine beschreiben. Da es sich bei einem Minidumper um eine Schubkarre handelt, werden zumeist Lasten von A nach B transportiert. Typisch ist das Aufladen, Transportieren und spĂ€tere Abladen von SchĂŒttgĂŒtern (Sand, Kies, Salz). Allerdings transportier der Dumper auch Erde, Holz oder Steine.

Mittels kippbarer oder schwenkbarer Transportmulde können die Lasten einfach abgeladen werden.

Typische Einsatzgebiete

  • Baustellen
  • Felder
  • Garten
  • Wald

Wie funktioniert ein Minidumper?

Typischerweise verfĂŒgt ein Minidumper ĂŒber eine Kippmulde die fĂŒr den Transport von SchuttgĂŒtern bestens geeignet ist. Die Mulde kann nach vorne, seltener zur Seite oder nach hinten gekippt werden. Die Montage von zusĂ€tzlichen GerĂ€ten ist möglich und erweitern das Einsatzgebiet:

  • Trittbrett oder Sitz fĂŒr den Fahrter
  • Hebearm
  • Greifer
  • Frontschaufel
  • Schneeschild

Angetrieben wird das Fahrzeug ĂŒber einen Motor (Benziner, Diesel oder Elektromotor). Minidumper verfĂŒgen ĂŒber einen Ketten bzw. Raupenantrieb. Raddumper, wie der Name schon sagt, ĂŒber einen Radantrieb. Hier werden alle RĂ€der angetrieben (Allradantreib), damit unwegsames GelĂ€nde pasiert werden kann. Werden hĂ€ufig als Muck Truck, also etwa „Schmutz Laster“, vertrieben.

Damit kann die eigentliche Aufgabe und Funktionsweise der Dumper beschrieben werden. Die grĂ¶ĂŸten Unterschiede weisen einzelne Modelle in Ihrer GrĂ¶ĂŸe auf (Dumper sowie Mulde), der Art des Antriebs (Bereifung), Steuerung des Motors, Leistung und Art des Motors, sowie in der jeweiligen Nutzlast. Einzelne Hersteller unterscheiden hĂ€ufig die Nutzlast, sowie die Motorleistung. Diese ist beispielsweise fĂŒr die BewĂ€ltigung von Steigungen wichtig.

Ein typischer Minidumper

besitzt einen Raupenantrieb und eine hydraulische Kippmulde.

Die Abmessungen liegen bei etwa 1500mm in der LÀnge, circa 700mm in der Breite und 1300mm in der Höhe. Die Mulde ist dabei etwa 1 Meter lang.

Typischerweise ist die Mulde fĂŒr SchĂŒtt- und StĂŒckgut geeignet. Die Kippmule wird ĂŒber ein Bedienerpult bedient. Als Motor wird ĂŒblicherweise ein Dieselaggregat verwendet. Gerne von Yamaha, Honda und Yanmar. Gestartet wird dieser hĂ€ufig ĂŒber einen Elektrostarter. Im Betrieb ist die Nutzlast von entscheidenter Bedeutung. Diese liegt typischerweise bei um die 500kg, obwohl nach oben nahezu keine Grenzen gesetzt sind. Die SteigfĂ€higkeit liegt bei etwa 20° also etwa 36 Prozent. Das bedeutet, die SchrĂ€glage zur Fahrtrichtung sollte die angegeben 20° nicht ĂŒberschreiten. Die Höchstneigung quer zur Fahrrichtung betrĂ€gt meist deutlich weniger.

POV MD500h

So sieht es aus, wenn ihr den MD500h fahrt

Der Dumper darf keine Personen oder Tiere befördern und nicht als Zugmaschine eingesetzt werden. Aufrgund seiner geringen Geschwindigkeit ist dies sowieso nicht lohnenswert.

Motor 

Der Motor besitzt einen Drehzahlregler, der die maximale Geschwindigkeit reguliert. Diese liegt zwischen 3.000 und 4.000 Umdrehungen. Die Motorleistung liegt hÀufig zwischen 4,5 und 7 kW, also etwa 6 bis 10PS.

Dumper im Betrieb – Antrieb

Sie werden Ihren Dumper hĂ€ufig vorwĂ€rts bewegen. Dabei erreichen Sie etwa eine Schritt-Geschwindigkeit – also etwa 6 km/h. Dumper mit Radantrieb sind hĂ€ufig schneller. Bereits die kleinsten Modelle von Wacker Neuson erreichen 16km/h. RĂŒckwĂ€rts ist eine kleinere Übersetzung vorhanden, wodruch die Geschwindigkeit deutlich reduziert ist. Der RĂŒckwĂ€rtsgang ist somit eher als Rangierhilfe anzusehen.

Einige Hersteller schreiben bei Ihrer Baumaschine, dass diese nicht „fĂŒr Arbeiten, die am Rand von Böschungen oder AbgrĂŒnden verrichtet werden“ genutzt werden sollte. Die Wahrscheinlichkeit des Kippens ist hierbei erhöht. Allerdings gilt dies fĂŒr alle Arten von Baumaschinen. Auch die abschließende Reinigung – nach der Arbeit, sollte normal sein.

Die Gummikette des MD500h

Die Gummiketten des MD500h

Ein Raupendumper wird entweder ĂŒber unabhĂ€ngie Lenkbremsen oder mittels hydrostatischem Antrieb gelenkt. Dabei wird die Hydraulikpumpe vom Motor angetrieben. Prakitsch ist, dass es zu keinem Kupplungsverschleiß kommen kann und der Motor automatisch den Pumpendruck anpasst. Die Arbeitsgeschwindigkeit kann zudem stufenlos angepasst werden.

Die Bodenfreiheit liegt bei etwa 55mm.

Der Antrieb ist hydrostatisch* und die Lenkung Vollhydraulisch (Steuerventil). Die Arbeitsgeschwindigkeit ist dabei stufenlos. Es besteht eine Bodenfreiheit bei etwa 55 mm.

Statik / Mechanik

Vorsicht ist bei „klebrigen“ Lasten geboten. Denn beim Auskippen von nasser Erde, Ă€ndert sich der Schwerpunkt der Dumpers. Je nach Untergrund kann dies zu einer Verschiebung der Maschine fĂŒhren. Setzten sich etwa 300kg Eigengewicht einmal in Bewegung sind diese schwer zu bĂ€ndigen.

Die SteigfĂ€higkeit liegt bei ca. 36% (20°). Die Mulde ist zumeist nur etwas kleiner als das Fahrtgestell. Also circa 1 Meter x 0,6 Meter. Der KippbehĂ€lter hat in etwa die Maße von 900 mm x 680 mm x 450 mm (L-B-T). Das Volumen der Mulde liegt – je nach AusfĂŒrhung – bei etwa 125 bis 300 Litern.

Gibt es unterschiedliche AusfĂŒhrungen von Minidumpern?

Die folgende Tabelle soll zukĂŒnftig noch weiter ergĂ€nzt werden, da unterschiedliche Kippen und ZusatzgerĂ€te aufgenommen werden mĂŒssen.

AusfĂŒhrungen Eigenschaften, Notizen
Allrad / Zweirad SteigfĂ€higkeit sehr hoch, fĂŒr ungĂŒstiges GelĂ€nde geeignet

 

Mit Raupe transportiert schwere Lasten ĂŒber unwegsames Terrain

 

Mit Benzinmotor vergleichsweise preiswert
Mit Dieselmotor Verbrauch niedrig, geringe laufende Kosten
Mit Holmen wartungsarm

Minidumper Hesteller

Folgende Hersteller besitzen aktuell keine eigene Unterseite und sollen daher hier getrennt aufgelistet werden:

Weitere Hersteller, wie beispielsweise die Hydrema Baumaschinen GmbH stellen lediglich große Muldenkipper her.

3 Achs Muldenkipper

Im Vergleich zu einem 3-Achs Muldenkipper wirkt ein Mini-Dumper wirklich mini | Fotolia Ewald Fröch

Vor- & Nachteile von Minidumpern?

Vorteile

  • + Transport von großen Lasten
  • + Transport ist weniger anstregend
  • + Abmessungen entsprechen der einer Schubkarre
  • + unterschiedliche Einsatzmöglichkeiten (ZusatzgerĂ€te)
  • + unwegsames GelĂ€nde befahrbar
  • + geeignet fĂŒr weichen Untergrund
  • + können gemietet werden
  • + in viele AusfĂŒhrungen erhĂ€ltlich

Nachteile

  • – laute ArbeitsgerĂ€usche durch den Motor (bei Benzinern und Dieselmotoren)
  • – bei vielen Modellen: hoher Schwerpunkt = Kippgefahr
  • – relativ hoher Preis

Was kostet ein Minidumper?

Nahezu alle Hersteller besitzen GerĂ€te im Preisbereich von etwa 1.500€. PowerPac bietet mit dem ED120 ein Modell an, welches deutlich unter 1.000€ kostet. Gebrauchte Dumper können Sie ab circa 500 Euro kaufen. HĂ€ufig lassen sich Baumaschinen mieten, wodurch Sie den Einsatzzweck testen können.

Der gĂŒnstigste Minidumper auf Amazon – aktuell (13.11.2016) der Helo HML 250-N – kostet knapp 700 Euro.

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Andere Modelle, wie der Lumag VH500 PRO D kosten allerdings schon fast 6000 Euro.

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Was gilt es zu beachten?

Beantworten Sie sich vor dem Kauf folgende Fragen:

Welche Lasten sollen transportiert werden?

In welchem Umfang werden diese Lasten transportiert?

Mit welchem Gewicht ist zu rechnen?

Besitz Ihr GrundstĂŒck ein GefĂ€lle?

Welche UntergrĂŒnde finden Sie typischerweise vor?

Möchten Sie den Minidumper im Winter einsetzen?

Wo wird das GerĂ€t geparkt? Welche Abmessungen sind hierfĂŒr notwendig?

Fazit

Mit einem Minidumper können Sie sich Arbeit, Zeit und Kraft ersparen. Daher sollte das GerĂ€t auf keiner Baustelle fehlen. Ob sich der Kauf fĂŒr Privatpersonen eignet, sollten Sie vorranging von ihrer GrundstĂŒcksgrĂ¶ĂŸe abhĂ€ngig machen. In diesem Fall sollten Sie zunĂ€chst zum MietgerĂ€t greifen.

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